Unternehmensrechtliche Notizen

von Prof. Dr. Ulrich Noack

Aug/10

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C. Schä­fer, Gesell­schafts­recht, 2010

Im Beck-​Verlag ist ein neues Lehr­buch zum Gesell­schafts­recht, ver­fasst von Cars­ten Schä­fer erschie­nen. Das aus den “Mann­hei­mer Vor­le­sun­gen” (Vor­wort) her­vor­ge­gan­gene Werk behan­delt in etwa gleich­ge­wich­tig das Recht der Per­so­nen­ge­sell­schaf­ten (in der Rei­hen­folge OHG, KG, GbR) und das Recht der Kapi­tal­ge­sell­schaf­ten (GmbH, AG); der GmbH&Co KG ist der Schluss­teil gewid­met. Alle Recht­for­men wer­den in der Abfolge “Grün­dung; Begriff und Ent­ste­hung; Orga­ni­sa­ti­ons– bzw. Finanz­ver­fas­sung; Mit­glied­schaft; Auf­lö­sung und Liqui­da­tion” vor­ge­stellt. Ein­ge­streut sind 50 Fälle mit Lösun­gen. Der nach Län­dern unter­schied­li­che “Prü­fungs­stoff im Gesell­schafts­recht” (dazu § 1 des Wer­kes) wird damit in jeder Hin­sicht erfasst. Das Lehr­buch behan­delt sei­nen Gegen­stand gut geglie­dert und in nüchtern-​klarer Spra­che. Trotz des wahr­lich knap­pen Rau­mes (266 Sei­ten) kann Schä­fer die eine oder andere kri­ti­sche Bemer­kung unter­brin­gen (etwa § 7 Rn. 13 zum Bestimmt­heits­grund­satz, § 41 Rn. 16 zur Kirch/​Breuer-​Entscheidung des BGH) und auf neu­este Dis­kus­sio­nen hin­wei­sen (etwa § 43 Rn. 16 zur akti­en­recht­li­chen Anfech­tungs­klage). Die Her­aus­for­de­rung, ein vom Umfang her für alle Stu­den­ten (!) akzep­ta­bles Lehr­werk vor­zu­le­gen, das sich nicht in deskrip­ti­ver Auf­zäh­lung erschöpft, hat Schä­fer bra­vou­rös gemeis­tert. Wenn es ein wenig mehr sein darf: eine kur­so­ri­sche Dar­stel­lung der SE wäre zur Abrun­dung noch wün­schens­wert. — Das neue Werk macht den im sel­ben Ver­lag erschie­ne­nen Gesell­schafts­rechts­bü­chern von Hüf­fer (7. Aufl. 2007) und Eisen­hardt (14. Aufl. 2009) Kon­kur­renz; letz­te­rer kommt übri­gens weder in der Lite­ra­turüber­sicht bzw. –emp­feh­lung noch in den Fuß­no­ten vor.

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